Digitalisierung ermöglichen
KI, Forschung und Digitalisierung sollen nicht pauschal eingeschränkt werden.
Bundestagspetition 207045
KI darf aus Büchern lernen. Unser Wissen darf dabei nicht verloren gehen.
Die Petition setzt sich dafür ein, dass erhaltungswürdige Bücher bei kommerzieller destruktiver Massendigitalisierung geschützt und geeignete digitale Archivkopien langfristig unabhängig gesichert werden.
Nicht gegen KI. Für Digitalisierung mit Verantwortung.
Worum geht es?
KI, Forschung und Digitalisierung sollen nicht pauschal eingeschränkt werden.
Seltene, einzigartige oder kulturhistorisch bedeutsame Exemplare sollen nicht unnötig durch destruktive Digitalisierung verloren gehen.
Wo eine physische Vernichtung vertretbar ist, soll eine geeignete unabhängige Langzeitarchivierung geprüft werden.
Vier unterschiedliche Funktionen
Ein trainiertes KI-Modell ersetzt weder das physische Original noch eine vollständige digitale Reproduktion. Es stellt Inhalte nicht notwendigerweise vollständig, originalgetreu oder dauerhaft reproduzierbar bereit.
Für Wissenserhaltung und historische Forschung bleiben deshalb Originale, bibliografische Informationen und geeignete Archivkopien eigenständige Sicherungsebenen. Nicht jede Digitalisierung benötigt zwingend alle vier Ebenen; die Darstellung verdeutlicht ihre verschiedenen Aufgaben.
Der entscheidende Unterschied
Ein Sprachmodell ist keine vollständige, originalgetreue und dauerhaft abrufbare Bibliothek seiner Trainingsdaten.
Was die Petition fordert
Was sie nicht fordert
Beim Deutschen Bundestag eingereicht. Status: Veröffentlichung wird geprüft.
Unterstützen
Die Kampagne lädt zu fachlicher Prüfung und sachlichem Austausch ein. Sie ist keine offizielle Seite des Deutschen Bundestages.
Wissenserhaltung und Digitalisierung gehören zusammen.
Historische Bücher haben einen Wert jenseits des reinen Textinhalts.
Forschung und Innovation mit Verantwortung für Kulturgut.
Was bleibt erhalten, wenn physische Quellen für Digitalisierung verbraucht werden?
Kampagnenmaterial
Der QR-Code führt immer zur Kampagnenseite und bleibt daher auch nach Veröffentlichung der Petition gültig. Weitere Materialien erscheinen hier erst, wenn die entsprechenden Dateien tatsächlich vorliegen.
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Häufige Fragen
Nein. Sie befürwortet verantwortungsvolle Digitalisierung und will klären lassen, wie erhaltungswürdige physische Exemplare und unabhängige Archivkopien dabei geschützt werden können.
Dabei wird ein Buch für einen schnellen Scan zerlegt, etwa indem die Bindung entfernt und der Buchblock in einzelne Seiten getrennt wird. Das konkrete Exemplar ist danach in der Regel nicht mehr als Buch nutzbar.
Ein Sprachmodell speichert seine Trainingsquellen nicht wie eine Bibliothek. Es bietet weder eine Garantie auf vollständige, originalgetreue Wiedergabe noch auf dauerhaften, unabhängigen Zugang zu einem bestimmten Werk.
Nein. Archivierung und Veröffentlichung sind unterschiedliche Fragen. Urheber-, Verwertungs- und Zugangsrechte sollen gewahrt bleiben.
Es gibt unter anderem Urheberrecht, Kulturgutschutzrecht und Pflichtexemplar-Regelungen. Ob diese den beschriebenen kommerziellen Anwendungsfall ausreichend erfassen, ist eine rechtliche und politische Prüfungsfrage. Diese Seite bietet keine Rechtsberatung.
Nein. Die Petition unterscheidet zwischen gewöhnlichen Massenexemplaren und Exemplaren mit besonderem Erhaltungswert. Sie fordert eine angemessene Prüfung, kein pauschales Verbot.
Denkbar wären geeignete öffentliche Archive, Bibliotheken oder andere vertrauenswürdige, rechtlich legitimierte Einrichtungen. Zuständigkeiten, Standards und Zugangsregeln müssten fachlich geklärt werden.
Quellen
Zuletzt geprüft am 17. August 2026. Die verlinkten Rechtsquellen dienen der Einordnung, nicht als abschließende rechtliche Bewertung.
Presse
Petition 207045 fordert eine Prüfung des Schutzes erhaltungswürdiger Bücher bei kommerzieller destruktiver Massendigitalisierung sowie geeignete Lösungen für unabhängige Langzeitarchivierung – ohne ein generelles Verbot von KI oder Digitalisierung.
„Ein KI-Modell ist kein Archiv. Digitalisierung und Innovation sind wichtig – aber Wissenserhaltung muss mitgedacht werden.“
Die Bundestagspetition 207045 beschäftigt sich mit der Frage, wie Wissen und Kulturerbe erhalten werden können, wenn Bücher im Rahmen kommerzieller Massendigitalisierung physisch verändert oder zerstört werden. Gefordert wird insbesondere eine Prüfung des bestehenden Rechtsrahmens, eine angemessene Berücksichtigung des Erhaltungswertes seltener oder kulturhistorisch bedeutsamer Exemplare sowie geeignete Formen unabhängiger Langzeitarchivierung. Die Initiative richtet sich ausdrücklich nicht grundsätzlich gegen KI-Training oder Digitalisierung und fordert auch keine kostenlose Veröffentlichung urheberrechtlich geschützter Werke. Ziel ist ein praktikabler Rahmen, der technologische Innovation mit langfristiger Wissenserhaltung und Kulturgutschutz verbindet.
ID: 207045
Status: Veröffentlichung wird geprüft